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Holzkappendecke mit Insektenbefall

Beim Hofgärtnerhaus im Schloßpark in Oldenburg wurde lebender Befall in der Holzkappendecke über dem Keller durch einen Gutachter festgestellt. Es wurde eine zerstörungsfreie Sanierung verlangt. Deshalb wurde hier die Mikrowelle eingesetzt.

Bevor jedoch die Geräte aufgebaut wurden, war es erforderlich ,den Untergrund genau zu prüfen. Stroh war in den Fugen verwendet worden. Dieses Stroh hat eine geringere Entzündungstemperatur als Holz. Solange das Stroh vom Putz ummantelt ist, sind weniger Probleme beim Heizen zu erwarten. An den frei liegenden Stellen sollte aber die Temperatur 100 °C nicht übersteigen.

Daher wurden zusätzliche Temperaturfühler in diesem Bereich einbebaut, teilweise wurden pro Mikrowellengerät 3 Messpunkte beobachtet. Das war auch gut so. Es handelte sich hier um ein harzreiches Nadelholz mit einem völlig unterschiedlichen Aufheizverhalten.

An einem Holz wurden z. B. trotz "Bestrahlung" mit Mikrowelle kaum eine Temperaturveränderung festgestellt. Dann plötzlich, innerhalb von wenigen Sekunden, stieg im Holz die Temperatur um ca. 30 °C. Offensichtlich gab es hier eine lokale Durchfeuchtung im Holz, die die Wärme abgeleitet hat. Als die Feuchtigkeit verdampft war, stieg auch die Temperatur im Holz. Deshalb ist es immer wieder notwendig, die Anwendung zu beobachten, um sofort eingreifen zu können.

Bei Beginn der Sanierung war der Keller leergeräumt und es wurden vom Statiker die erforderlichen Abstützungen bestimmt und vom Zimmermann eingebaut. Danach konnte die Sanierung beginnen. 
Hier sieht man den Aufbau der Holzkappendecke. Die Ziegelsteinkappen sind an der Unterseite verputzt, die Holzoberfläche ist mit einem dicken Farbanstrich zu sehen.  
An einigen Stellen sind zudem noch mit Strohgeflechten größere Zwischenräume geschlossen worden. auch hier konnte die Mikrowelle eingesetzt werden, es gab keine übermäßige Temperaturentwicklung.  
Hier sieht man deutlich den Hinweis auf lebenden Befall. An einigen Ausfluglöchern sind die Fraßmehlspuren zu sehen.  
Beim Außenwandanschluss sind etwas längere Heizzeiten erforderlich. Die Wärme dringt waagrecht in den Balkenkopf in der Wand ein und dort werden dann auch die erforderlichen Temperaturwerte erreicht. Die Wärme strahlt zusätzlich in das Mauerwerk und erhitzt dieses mit. Als Nebeneffekt wird das Holz sehr schnell und sehr effizient getrocknet.  
Anschließend werden die Geräte umgestellt und weiter geheizt. Es ist nicht sinnvoll, hier an mehreren Balken gleichzeitig zu heizen. Das kann nicht mehr vollständig in der Temperaturentwicklung kontrolliert werden. Dazu wurde weiter oben mehr ausgesagt.  

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